Masters of Delta-Blues I – Robert Johnson

Los geht’s! Wir starten unseren Ausflug mit wohl einem der Bekanntesten Delta-Blueser überhaupt: Robert Johnson.

„Dieses Zeug war Hardcore, härter als alles, was mir je zu Ohren gekommen war.

Nachdem ich die Platte ein paarmal gehört hatte, wurde mir klar, dass ich auf einer gewissen Ebene meinen Meister gefunden hatte und dass es mein Lebenswerk sein würde, dem Vorbild dieses Mannes zu folgen.“

Eric Clapton, „Mein Leben“

Johnson begann seine Karriere klassisch: als Plantagenarbeiter. Nach seinem Schulabbruch hatte er damals nicht viele Alternativen. Er lernte als Teenager Gitarre zu spielen, später lernte er auch von Willie Brown und Ike Zinnermann. Durch das, was er bei Zinnermann innerhalb eines Jahres gelernt hatte wurde er eine Regionale Bekanntheit. So die offizielle Geschichte. Die Inoffizielle besagt, er habe in der kurzen Zeit einen Pakt mit dem Teufen geschlossen: Seine Seele gegen exzellente Fähigkeiten auf der Gitarre. Das ist zwar ein Mythos – aber ich mag die Idee dahinter. 1936 Nahm er seine erste Veröffentlichung – Terraplane Blues – auf, nachdem er unter anderem auch Sonny Boy Williamson II. und Howlin‘ Wolf beeindruckt hatte.

Aufgrund mäßigen Erfolgs gab es leider nach seiner Zweiten Veröffentlichung keine weiteren Aufnahmen. Man erzählt sich, dass er zum Vorspielen für die ersten Aufnahmen in einem Hotelzimmer mit dem Rücken zu den Zuhörern in einer Ecker gestanden hätte, so schüchtern war er. 1938 verstarb er an Syphilis. So existieren von ihm nur 29 vollendete Songs und meines Wissens nach nur 3(!) bekannte Bilder von ihm. Vor kurzem gab es einen regelrechten Hype, als das Gerücht aufkam, es sei ein neues Foto aufgetaucht. Leider war das tatsächlich nur ein Gerücht. Zunächst veränderte seine Musik nicht viel am Delta Blues – eigentlich nichts.

Seine Nachwirkungen beginnen später, wie eingangs erwähnt mit Clapton. Auch Keith Richards und viele andere waren und sind bis heute von ihm stark beeinflusst und fasziniert. Hier sein „Me and the Devil Blues“ – Passend zu seinem Mythos. [youtube http://www.youtube.com/watch?v=b7ZzfjRzZuk]

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And I followed her to the station.

Dass Eric Clapton nicht nur brilliant mit der E-Gitarre umgeht, ist ja allgemein bekannt.

Meiner Meinung nach ist er auf der Akustischen Gitarre sogar um längen besser, denn er legt immer viel Gefühl in seine Songs. Vor einiger Zeit brachte er sein Album Me and Mr. Johnson heraus, auf dem er sich mit seinem – nach eigenen Angaben – größten Vorbild und Einfluss auseinandersetzt. Einen gecoverten Song, den auch schon die Rolling Stones gecovert haben, mag ich besonders.

Der Mann auf dem Bild im Hintergrund ist übrigens Robert Johnson. Tatsächlich existieren nicht viele Bilder von ihm – und als vor kurzem angeblich ein neues Bild von ihm aufgetaucht ist, brach ein regelrechter Hype unter Fans aus.