Masters of Delta-Blues IV – R. L. Burnside

Im Vierten Teil geht es an einen meiner absoluten Favoriten: R. L. Burnside. Burnside kommt natürlich auch aus dem Mississippi-Delta – Oxford, MS um genau zu sein. Sein Bürgerlicher Name war Robert Lee Burnside, was abgekürzt R.L.Burnside ergibt.

Burnside war einer der absoluten Blues-Puristen. In Fachkreisen nannte man ihn auch eisernen Verfechter des „Die-Hard-Blues“. Nur wenige konnten mit so wenig Schnickschnack ein derartig intensives Erlebnis erzeugen. Burnsides Einfluss auf die Frühe Entwicklung des Blues hielt sich in Grenzen – Sein erstes Album nahm er erst mit 40 Jahren auf.Zuvor lebte er in Chicago und Memphis, wo er Gitarre spielend durch Bars und Clubs zog. Irgendwann eröffnete er dann in seiner Heimat im Mississippi-Delta eine Bar, spielte dort hin und wieder seinen Blues und verdiente Geld als Baumwollfarmer.

1979 – also im Alter von  53Jahren – ging er das erste mal auf Tournee. Erst 1991 wurde er dann endgültig Berufsmusiker. Er Tourte unter Anderem mit den Beastie Boys und The John Spencer Blues Explosion. 1998 gelang ihm mit dem Album Come On In das Kunststück, den klassischen Blues durch Samples und Loops in elektronischere Ebenen zu heben und somit einer der ältesten amerikanischen Musikarten zum Sprung ins 21. Jahrhundert zu verhelfen. Und auf ein mal war er nicht mehr nur in Fachkreisen eine Berühmtheit.

Seine erste Live-Platte Burnside on Burnsid“ veröffentlichte er sogar erst 2001, also bereits im Rentenalter. Während man dieses Album hört, hat man durchgängig das Gefühl, auf einer Veranda im Delta zu sitzen und der kleinen Band auf der anderen Straßenseite zuzuhören.

Sein letztes Album A Bothered Mind nahm er 2004 auf, 2005 verstarb er an den Folgen eines Herzinfarktes.

Hier nun Let My Baby Ride aus seinem Album Come on In. Im Video findet sich auch eine Collage über Ihn, aus einigen seiner Konzerte und das Leben im Mississippi Delta. [youtube http://www.youtube.com/watch?v=7lzpDwaxGk4]

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Announcement: Masters of Delta-Blues

Es ist eine neue Serie im Kommen! Ich werde in nächster Zeit regelmäßig über die „alten Meister“ aus dem Mississippi-Delta posten, bei denen der Blues (umgangssprachlich gesagt) begonnen hat – sowohl über die heute gut bekannten, als auch über die etwas weniger bekannten.

Stay Tuned!

Image by Tom Hilton (originally posted to Flickr as img261) [CC-BY-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)%5D, via Wikimedia Commons

Another sad news.

Rest in Peace, James Lewis Carter „T-Model“ Ford.

Mit ihm geht nun langsam aber sicher eine Ära an Bluesmusikern, die durch ihren rohen, ungeschliffenen aber doch Seelenvollen Stil bekannt sind. Er wurde des Öfteren mit Muddy Waters und R.L. Burnside verglichen.

Sein Gear: Was gerade an Gitarre und Amp zur Verfügung steht.

Meinen Respekt hat er für seine Späte Karriere in jedem Fall, denn er lernte erst mit ca. 60 Jahren Gitarre Spielen und begann seine Karriere erst, als er Mitte 70 war. Die ungenauen Zeitangaben kommen zustande, da sein Geburtsdatum und genaues Alter nicht bekannt sind.