Guitar George knows all the Chords.

Dass sie es einmal zu einer der erfolgreichsten Bands mehrerer Dekaden schaffen würden, hätten diese vier Jungs aus London damals garantiert nicht gedacht. Um auf ihre schwierige Finanzielle Situation anzuspielen lautet sogar ihr Bandname auf deutsch übersetzt in etwa „Ernste Notlage“.

Doch aus der Notlage wurde schnell ein gigantischer Erfolg – die Rede ist von den Dire Straits, gegründet von den Brüdern Mark und David Knopfler, John Ilsley und Pick Withers. Ihr erstes Album ging in England selbst in der Punkwelle unter, doch in anderen Ländern schaffte es einen ansehnlichen Erfolg. So wurden sie nach und nach bekannt.

Spätestens mit ihrem dritten Album „Making Movies“ kam dann endgültig der Durchbruch – die erste Singleauskopplung Romeo and Juliet erreichte schnell die top 10.

Der absolute Höhepunkt war zu diesem Zeitpunkt aber noch lang nicht erreicht.

Erst nach dem Album „Brothers in Arms“, bei dem es neben dem Titellied noch drei weitere Auskopplungen, unter anderem Money for Nothing und Walk of Life, in die Top Ten der Charts schafften waren sie am Höhepunkt.

Die Band spielte auch auf den berühmten Live Aid Konzerten.

Nach einer 14 Monatigen Welttournee mit über 300 Konzerten wurde es dann Mitte der 90er ruhig um die Band. Obwohl sie sich nie offiziell aufgelöst haben, besteht kaum noch Hoffnung, dass Mark Knopfler, der frühere Kopf der Band, einen neuen Anlauf starten wird. Er ist auch solo sehr erfolgreich und hat nach eigenen Angaben unter dem großen Erfolg der Dire Straits schwer gelitten.

Hier ein absoluter Klassiker – und eines meiner absoluten Lieblingslieder: Sultans of Swing. In der extra large extended Version (naja, der Alchemy-Liveversion), versteht sich.

*Anm.: Beitrag wurde Ursprünglich von mir als Radiobeitrag verfasst.


We gotta install microwave ovens.

Etwas 80er-Jahre-Poprock gefällig? Immer gern!

Aber wenn, dann doch gleich einen Song der Superlative: Money for Nothing, ein (wenn nicht sogar DAS) Flaggschiff für Mark Knopfler und die Dire Straits. Der Song schoss wie eine Zauberbohne aus dem Boden und hörte einfach nicht mehr auf zu wachsen. Drei Wochen Nummer 1 in Amerika, ein Grammy und – meiner Ansicht nach der bemerkenswerteste Fact – das allererste Musikvideo, das MTV überhaupt sendete.

Innovativ: Das Musikvideo zum Song war übrigens das erste komplett Computergenerierte Musikvideo der Geschichte. Im Song selbst übt Mark Knopfler einige Kritik an der Musikbranche, für die er auch öfters kritisiert wurde.

Da das Musikvideo aus rechtlichen Gründen in Deutschland nicht verfügbar ist, hier eine Version von 1998 – zusammen mit einem Haufen namhafter Größen im „big business“: Clapton an der zweiten Gitarre, Phil Collins am zweiten Drumset, Sting singt – wie schon in der Studioversion – die Kopfstimme und natürlich der heimlichen Legende Ray Cooper an den Percussions.

Dabei ist die Entstehungsgeschichte des Songs doch alles andere als schwer zu erzählen und eigentlich recht interessant: Eines Tages war Knopfler mit seiner Frau in einem New Yorker Elektrofachmarkt, als ihm zwei Arbeiter in Latzhose auffielen, die vor einer Fernseherwand standen, Musikvideos anschauten und sich über die Stars mit Sätzen wie „That aint workin‘ thats the way you do it – Money for nothin and chicks for free“  ausließen. Als ihm dann die Idee für einen Songtext kam rannte er zur Kasse und verlangte sofort nach Stift und Papier. Die Idee für den Markanten, populären Rhythmus und die Gitarrenlicks scheint er schon länger gehabt zu haben, wie er einmal erwähnte kam er mehr durch Zufall darauf.

Als er dann einige Zeit später mit den Dire Straits im Tonstudio auf Montserrat war, um das Album Brothers in Arms aufzunehmen, erfuhren sie mehr durch Zufall, dass Sting gerade auf der Insel Urlaub machte und luden ihn ins Studio ein – er kam, sang die Kopfstimme zu Anfang und Ende ein und gab ein paar Tipps.

Mark Knopfler spielt dieses Lied Traditionell mit seiner original Gibson Les Paul Baujahr 1958, denn er ist der Ansicht, dass nur eine Les Paul einen derart druckvollen Rocksound liefern kann, wie ihn der Song braucht. Lediglich in einigen 90er Jahre – Konzerten der Dire Straits spielt er den Song mit seiner Pensa Suhr MK I. Als Antwort auf die Frage warum: um die Konzerte ohne zu viele Unterbrechungen spielen zu können hatte Mark sich eine Gitarre anfertigen lassen, die sowohl den Druckvollen Sound einer Les Paul als auch den Perligen Klang einer Strat wiedergeben kann. Nach eigenen Angaben Knopflers ist übrigens ein Konterpart (sowohl musikalisch als auch inhaltlich) im Album Brothers in Arms der Song Walk of Life.

Hier noch eine der Raren neueren Aufnahmen, wieder in der Royal albert Hall (wie im ersten Video). Rar ganz einfach, weil der Song zumindest für Knopfler inzwischen doch relativ langweilig geworden ist.


Clapton & Knopfler: Cocaine 1988

Schon ‚mal Mark Knopfler und Eric Clapton auf einer Bühne gesehen? Ich kann mich da Konkret an 3 Anlässe erinnern. Der letzte war das Benefizkonzert für Montserrat 1997. Dann gab Eric Clapton in den 80ern und frühen 90ern noch einige Konzerte zu Gast bei Mark’s Dire Straits.

Und zu guter letzt: Eric Clapton war mit Mark Knopfler auf großer Welttournee 1988. Dieses Video hat mich vor Ewigkeiten wirklich für diese Musik begeistert und ist ein wahrer Ohrenschmaus!
Noch dazu gibt’s ein markantes Intro, ganz nach Knopfler-Manier.

Für Interessierte: Eric spielt hier auf seiner inzwischen in den Ruhestand geschickten Blackie mit damals üblichem Soldano-Amp und Mark auf seiner eigens für ihn angefertigten Pensa-Suhr MK 1.


Empfehlung: An Evening with Mark Knopfler

Mark Knopfler sowie die Dire Straits sind wohl allseits bekannt. Um so toller ist folgendes Konzert, das Mark vergangenes Jahr gegeben hat. Es ist ein wenig anders als gewöhnlich: Er spielt im sitzen – und er erklärt ein paar Dinge über Gitarren, seine Art Songs zu schreiben und seine erste Gitarre.

Sehenswert!