Kopffreiblasen

Da ich heute einen persönlich sehr anstrengenden Tag hatte, lange im Auto unterwegs war und ziemlich kaputt nach Hause kam, brauchte ich erst einmal eine ausgiebige Dusche und dazu irgendwas, das mal wieder alles aus dem Kopf mit der Härte einer Dampfwalze herauskatapultiert.

Ein sweeter Blues von Bonamassa wie er heute den ganzen Tag im Auto lief war dazu eher nicht zu gebrauchen und auch die Foo Fighters sind mir in letzter Zeit zu ausgelatscht. Etwas anderes musste her.

Ich bin kein großer Fan mehr von Deutscher Musik, die einzige Ausnahme bilden die Ärzte. Kein großer Fan bedeutet aber nicht, dass ich nicht ab und an mal wieder etwas Deutschrock vertragen kann.

Heute Stand mir der Sinn nach den Toten Hosen. In Zeiten meiner Jugend habe ich das auch mal gehört. Mein letztes Album der Toten Hosen, das 2008 ich gekauft habe, ist In Aller Stille. Perfekt!

Wenn also mal wieder alles ein wenig zu viel wird: volle Lautstärke und Play drücken.

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Joe Bonamassa: New Track

Seit einiger Zeit bekannt ist ja, dass Joe Bonamassa im Septemer sein neuestes Album in die Plattenläden bringt. Außerdem ist eine Große Tour im Herbst mit einigen Stationen in Deutschland angesetzt!

Einen ersten Song aus seinem neuen Album hat er bereits vorab veröffentlicht. In ‚Different Shades Of Blue‚ zeigt Bonamassa einmal mehr seine musikalische Vielseitigkeit und stellt sein Können auf der Gitarre unter Beweis. Das Intro und einige Läufe auf einer 12-Saitigen Gitarre bilden eine Breite Basis, auf der er gekonnt aufbaut und ein zum Thema stimmiges Stück abliefert. Kritiker könnten jetzt behaupten, dass das für den bisher bekannten Bonamassa schon fast zu rund und zu wenig nach ‚Bona-Bluesrock‘ klingt. Das kann man so sehen. Andererseits ist es doch wundervoll, eine ständige Entwicklung an dem zu seinen Anfangszeiten doch recht ungeschliffenen Gitarristen zu sehen. Seine Art, Songs zu schreiben und einzuspielen ändert sich mit der Zeit. Mir persönlich gefällt das und imponiert das, gerade wenn man andere Beispiele aus der Szene betrachtet, die seit 20 Jahren nichts wirklich interessantes mehr auf den Markt gebracht haben, sondern immer noch an ihrem 60er Jahre Woodstock-Bild von sich selbst festhalten.

Bonamassa ist anders. Er erfindet sich immer wieder neu. Aber – und das ist auch wichtig – man merkt zunehmend, dass er zumindest beim Sound langsam angekommen ist. Man erkennt einfach einen Bonamassa, wenn man ihn hört. Das liegt zum einen vielleicht an seinem charakterischen Gibson-Marshall-Palmer Sound zum anderen aber definitiv an der Art, wie er seine Soli spielt, aufbaut und wie er die Übergänge und Fills spielt. Dieses Wiedererkennungsmerkmal muss man dann doch auch erst mal schaffen.

Jetzt aber erst mal viel Spaß beim hören!

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Montreux at it’s Prime: Clarence Gatemouth Brown

Carlos Santana präsentierte 2004 ein Festival der Superlative! Carlos Santana presents: Blues at Montreux. Diese Konzertreihe hat es in sich. Mit Größen wie Buddy Guy, Bobby Parker und eben Clarence Gatemouth Brown erreicht er eine Liga, in der sonst nur Eric Clapton’s Crossroads Festival mitspielt.

Also jetzt Boxen auf 110% und 1 Stunde 11 Minuten feinsten Blues ohne viel Schnickschnack genießen!

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=wrwbQ6UKl2E]

Celebrating Jon Lord

Bruce Dickinson, Glenn Hughes, Don Airey, Ian Paice & Co on Stage.

Bruce Dickinson, Glenn Hughes, Don Airey, Ian Paice & Co on Stage.

Vor zwei Wochen war ich in der Royal Albert Hall, im Herzen Londons. Da gab es nämlich ein sehr besonderes Konzert, auf das ich mich seit beinahe einem halben Jahr freuen konnte: Celebrating Jon Lord.
In diesem Konzert wurde der 2012 verstorbene Meister der Musik gebührend gefeiert.
In der ersten Hälfte führte das Orion Orchestra unter der Leitung von Paul Mann und unterstützt von der großartig besetzten Houseband sowie einiger Prominenter Musiker, die teilweise schon im Original mit und für Jon arbeiteten, einige Klassische Werke auf, die Jon teils perfekt mit Rockmusik kombiniert hatte. Gänsehautfeeling inbegriffen.
In der zweiten Halbzeit spielten dann die Stargäste teils eigene Lieder, teils Lieder die sie mit Jon zusammen komponiert hatten oder die von Jon stammten.
Zu den Gästen zählten unter anderem Micky Moody oder Bruce Dickinson und Glenn Hughes, die gemeinsam die Hall auf den Kopf stellten und zum krönenden Finale Deep Purple in aktueller Besetzung, die wie erwartet durch das Sinfonieorchester unterstützt wurden und eine Auswahl neuer, Jon gewidmeter Stücke und alter Klassiker hinlegten.

Das ganze vor dem Ambiente der vermutlich schönsten und berühmtesten Hall der Welt, in der auch schon z.B. das legendäre ‚Concert for George‘ stattfand und die Eric Clapton als sein Wohnzimmer bezeichnet und dort bekanntermaßen ein- und aus geht, war es ein wundervoller Abend. Auch das drumherum war spannend: Wir waren früh genug da und konnten so noch größtenteils ohne verscheucht zu werden in einige Restricted Areas der Hall gelangen und einen sehr kurzen Blick und Eindruck auf den Soundcheck erhaschen und die Stimmung in der Hall, in der überall Bilder bekannter Künstler hängen, die hier schon gespielt haben, genießen.

Hier noch das Krönende Finale, in dem alle zusammen auf der Bühne den absoluten Klassiker ‚Hush‘ zum Besten geben.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=wvhkdTtJIck]

Well, that’s Jazz!

Eine wahre Starbesetzung der Mitte des vergangenen Jahrhunderts. Bing Crosby, Louis Armstrong, Frank Sinatra – aus dem Film „High Society“ (1956).

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=oWgkqICE1Aw]

Come to the Hard Rock Café

Carole King ist eine Songschreiberin, Sängerin Pianistin und Gitarristin.

Als Songwriter erreichten mehr als 100 ihrer Songs, die sie für andere Künstler wie beispielsweise Dusty Springfield oder Aretha Franklin schrieb, die top 100 der Amerikanischen Charts.

Anfang der 70er Jahre begann sie dann eine Karriere als Solo-Künstlerin.

Ihren 60. Geburtstag feierte sie auf Cuba zusammen mit Fidel Castro.

1977 veröffentlichte sie auf ihrem Album Simple Things den Erfolg Hard rock Café, in dem sie das Geschehen und die Vorzüge besingt, die man von einem Besuch im Hard Rock Café hat und fordert im Refrain auf, in ein Hard rock Café zu kommen.

Hard Rock Cafe ist eine weltweite Restaurantkette, die nicht nur wegen ihres Essens, sondern wegen ihrer besonderen Atmosphäre bekannt wurde. In den Cafes findet man überall ausgestellte Exponate diverser Musiker wie signierte Gitarren oder goldene Schallplatten, die zur Verfügung gestellt wurden.

Für den Song bekam sie nach offiziellen Aussagen keine Bezahlung von der Restaurantkette.

Im angefügten Live-Video spielt sie den Song in einer etwas aktualisierteren Version, leider nicht im Hard Rock Café.

*Anm.: Beitrag wurde ursprünglich von mir als Radiobeitrag verfasst.


Oh, the night life, ain’t no good life.

Ich glaube, ich habe mich gerade in ein Lied verliebt. Also, wenn so etwas überhaupt geht.

In Night Life, von der Black Rock – Platte aus der Bonamassa-Schmiede spielen Joe Bonamassa und B.B. King im Duett. Das Lied verbindet einfach perfekt die leicht unperfekte Art, in der B.B. King seine Revue zu spielen pflegt mit Bonamassas virtuosität und einer großen Portion guter Laune.

Zaubert jedem ein Lächeln auf die Lippen.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=5-U6u-7-9r0]

Take your white finger..

Mit Franz Ferdinand könnte der österreichisch-ungarische Thronfolger gemeint sein, der bei dem Attentat von Sarajevo ums leben kam und so den ersten Weltkrieg auslöste, ist er aber in diesem Fall nicht.

Auch wenn Franz Ferdinand eher weniger Bluesig sind, macht es großen Spaß, ihnen zuzuhören!

Hinter dem eher österreichisch anmutenden Bandnamen stecken eigentlich vier Schottische Musiker.

Die Band spielt eine Sonderrolle im Britpop: Sie kombiniert Britpop mit Elementen aus dem Post-Punk der späten 70er und dem New Wave der frühen 80er Jahre.

Die Band spielte ihre ersten Auftritte in einer leerstehenden Lagerhalle, die von ihnen selbst zu einem Treffpunkt von Glasgower Indie-Bands gestaltet wurde.

Der deutsche Einfluss der Band geht auf den Gitarristen Nick McCarthy zurück, der zwar in England geboren wurde, aber in Bayern aufwuchs und auch studierte.

McCarthy ist auch der Songschreiber der Band. Inzwischen ist er auch mit einer Österreicherin verheiratet.

Direkt mit ihrem Debütalbum schaffte es die Band auf Platz drei der Britischen Hitparade. Auch viele ihrer Singles brachten es weit, so ist auch ihre Musik ist in Zahlreichen Filmen zu hören.

Der Name der Band geht übrigens tatsächlich auf den eingangs erwähnten österreichisch-ungarischen Thronfolger zurück.

“The Dark of the Matineé” ist ein Song, der vom Heimweg aus der Bearsden Academy, einer Schule, handelt. Es wird über ein besseres Leben fantasiert.

*Anm.: Beitrag wurde ursprünglich von mir als Radiobeitrag verfasst.


Rollin, Rollin, Rollin, John.

Heute Jährt sich John Belushis Todestag. Vor 32 Jahren starb der begnadete Blueser an einer Überdosis, einem sogenannten Speedball.

In seinem leider viel zu kurzen Leben – er wurde nur 33 Jahre alt – erzeugte der etwas dickliche Musiker, Komiker und Schauspieler allerdings zusammen mit Dan Aykroyd und der Blues Brothers Band einen der Legendärsten Filme aller Zeiten, den jeder Musikliebhaber kennen und mögen muss. Auch ohne die Film sind die Blues Brothers bis heute unvergleichlich und unverwechselt.

Sein Bruder James ‚Jim‘ Belushi und Dan Aykroyd sind auch heute noch in der Bluesszene und vor der Kamera aktiv. Sehenswert ist unter anderem auch die Sitcom ‚Immer wieder Jim‘, in der Jim eine Garagen-Blues Band leitet. Woher dieser musikalische Einfluss wohl kommt erklärt sich wohl von selbst.

Farewell, John!

[youtube http://youtu.be/EHV0zs0kVGg]

Happy Birthday, Chris Rea!

Heute hat einer der ganz Großen im Pop, Rock und Blues-Business Geburtstag. Chris Rea wird 63 Jahre alt.

Das ist nicht ganz selbstverständlich: 2000, kurz nach seinem Comeback wurde bei ihm Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert. Bei einer Operation in Deutschland lernte er eine junge Krebspatientin kennen, die folgen Satz sagte: „Wir tanzten jetzt beide auf einer steinigen Straße.“ – das führte ihn zu seinem Projekt „Stony Road“.

Auch musikalisch änderte ihn die Krankheit: Hat er früher doch erfolgreich Lieder irgendwo zwischen Pop und Rock gespielt, die selbst heute noch in jedem Radio rauf und runter laufen, hatte er doch nie die Musik eingespielt, die ihm wirklich am Herzen lag: Blues.

Sein größtes Idol ist übrigens B.B. King.

Nach seiner Genesung ging er 2006 noch auf eine letzte Tour, die ultimative Farewell-Tour, bei der er sowohl die alten Klassiker, die ihm nach wie vor noch am Herzen lagen neu aufgearbeitet, als auch einige seiner neuen Bluesigen und Jazzigen Stücke spielte. Sein „Allerletzes Konzert“ gab er dann in London.

Danach wurde es erst einmal ruhiger um ihn. Er veröffentlichte Best-of’s und auch eine Autobiographie und auch ein „Earbook“, eine art Musikalisches Erlebnisbuch, das nur zu empfehlen ist.

So ganz dem Musikerdasein und dem Tourleben kann er nach wie vor nicht entsagen: 2010 und 2012 ging er erneut auf tour. Außerdem gründete er zwei Bands: The Delmonts und The Hofner Blue Notes.

Es bleibt ihm nur zu wünschen, dass er weiterhin seine großartige Musik verbreitet, Menschen an den Blues heranführt und vielleicht noch einmal auf Tour gehen kann.

Hier ein Paradebeispiel für seinen Musikalischen Wandel: Road to Hell, auf seiner Abschiedstour in neuer Erarbeitung.

[youtube http://youtu.be/jffsG0VR4Gw]