Kopffreiblasen

Da ich heute einen persönlich sehr anstrengenden Tag hatte, lange im Auto unterwegs war und ziemlich kaputt nach Hause kam, brauchte ich erst einmal eine ausgiebige Dusche und dazu irgendwas, das mal wieder alles aus dem Kopf mit der Härte einer Dampfwalze herauskatapultiert.

Ein sweeter Blues von Bonamassa wie er heute den ganzen Tag im Auto lief war dazu eher nicht zu gebrauchen und auch die Foo Fighters sind mir in letzter Zeit zu ausgelatscht. Etwas anderes musste her.

Ich bin kein großer Fan mehr von Deutscher Musik, die einzige Ausnahme bilden die Ärzte. Kein großer Fan bedeutet aber nicht, dass ich nicht ab und an mal wieder etwas Deutschrock vertragen kann.

Heute Stand mir der Sinn nach den Toten Hosen. In Zeiten meiner Jugend habe ich das auch mal gehört. Mein letztes Album der Toten Hosen, das 2008 ich gekauft habe, ist In Aller Stille. Perfekt!

Wenn also mal wieder alles ein wenig zu viel wird: volle Lautstärke und Play drücken.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=CX2Phe4PGP4]

Joe Bonamassa: New Track

Seit einiger Zeit bekannt ist ja, dass Joe Bonamassa im Septemer sein neuestes Album in die Plattenläden bringt. Außerdem ist eine Große Tour im Herbst mit einigen Stationen in Deutschland angesetzt!

Einen ersten Song aus seinem neuen Album hat er bereits vorab veröffentlicht. In ‚Different Shades Of Blue‚ zeigt Bonamassa einmal mehr seine musikalische Vielseitigkeit und stellt sein Können auf der Gitarre unter Beweis. Das Intro und einige Läufe auf einer 12-Saitigen Gitarre bilden eine Breite Basis, auf der er gekonnt aufbaut und ein zum Thema stimmiges Stück abliefert. Kritiker könnten jetzt behaupten, dass das für den bisher bekannten Bonamassa schon fast zu rund und zu wenig nach ‚Bona-Bluesrock‘ klingt. Das kann man so sehen. Andererseits ist es doch wundervoll, eine ständige Entwicklung an dem zu seinen Anfangszeiten doch recht ungeschliffenen Gitarristen zu sehen. Seine Art, Songs zu schreiben und einzuspielen ändert sich mit der Zeit. Mir persönlich gefällt das und imponiert das, gerade wenn man andere Beispiele aus der Szene betrachtet, die seit 20 Jahren nichts wirklich interessantes mehr auf den Markt gebracht haben, sondern immer noch an ihrem 60er Jahre Woodstock-Bild von sich selbst festhalten.

Bonamassa ist anders. Er erfindet sich immer wieder neu. Aber – und das ist auch wichtig – man merkt zunehmend, dass er zumindest beim Sound langsam angekommen ist. Man erkennt einfach einen Bonamassa, wenn man ihn hört. Das liegt zum einen vielleicht an seinem charakterischen Gibson-Marshall-Palmer Sound zum anderen aber definitiv an der Art, wie er seine Soli spielt, aufbaut und wie er die Übergänge und Fills spielt. Dieses Wiedererkennungsmerkmal muss man dann doch auch erst mal schaffen.

Jetzt aber erst mal viel Spaß beim hören!

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=Z3_GOk36JD0]