Farewell, Paco de Lucía

Mit nur 66 Jahren ist gestern ein großer in der Gitarristenwelt verstorben. Bereits im Alter von 5 Jahren lernte der Spanier die ersten Schritte auf der Gitarre.

Er spielte in der Hauptsache großartigen Flamenco und paarte diesen mit neuen Elementen aus u.a. Jazz oder Klassik. Seine Erfolge hatte er Vorwiegend in den 70er Jahren.

Oftmals wird er auch als „Großmeister des Flamenco“ gehandelt.


Good Old Green Onions (Music is Changing)

Booker T. Jones leitete zunächst seine Band „The MG’s“ als reine Session- und Studioband, die er aus einer früheren Studioband „The Mar-Keys“ gegründet hatte: Sie Arbeiteten zunächst als Studioband für Sun Records, dann für Stax Records.

Als die Band eines Tages ins Studio kam, um für den Rockabillysänger Lee Riley Instrumentals und Backings einzuspielen, dieser allerdings nicht erschien, wurde die Zeit genutzt, um eigene Instrumentalaufnahmen zu erstellen.

Innerhalb von 30 Minuten wurde ein von Booker (Organist) und Cropper (Gitarrist) entworfenes Instrumentalriff verfeinert, einzelne Instrumente Arrangiert und verfeinert und nach nur 2 Takes (!) war ihr wohl bekanntestes Instrumental Green Onions im Kasten.

Es stellte sich heraus, dass viele Hörer gefallen an den Instrumentalteilen fanden. Es gab sogar ein „Musikvideo“ und später dann auch zahlreiche Live-„Performances“ vor laufender Kamera dazu:

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=L3MWu6LhWQ8]

Beachtenswert bei diesem Video: Marshall-Amps, wo man hin schaut. Quasi in ihrem natürlichen Habitat, wofür sie geschaffen wurden.

Lange war übrigens auch unklar, wofür „the MG’s“ steht. Nachdem sich die Band 1971 aufgelöst und 1975 als „Booker T. & the Memphis Group“ in Originalbesetzung neu gründete, war das Rätsel allerdings auch gelöst.

1975 starb der damalige Schlagzeuger Al Jackson, Jr. und wurde seitdem durch wechselnde Posten, vorzugsweise jedoch Willie „Too Big“ Hall, besetzt. Die Band kam ohne Booker für den Originalfilm „The Blues Brothers“ 1980 zusammen – unter anderem dann mit Cab Calloway, Matt „Guitar“ Murphy und natürlich den Blues Brothers: John Belushi und Dan Aykroyd.

Die Band tourte seitdem auch wieder häufiger als Booker T. & the MG’s. Erst 2009 startete Booker T. einige ernste Soloprojekte und hat seitdem auch die Booker T. Jones Band.

Der Bassist Donald „Duck Dunn“ verstarb 2012 nach einem Konzert.

Booker T. and the MG’s sind meiner Meinung nach eine der Prägendsten Formationen der 60er Jahre und haben insbesondere mit Green Onions ein Zeichen für Instrumentalmusik gesetzt. Sie wurden 1992 in die Rock’n’Roll Hall of Fame aufgenommen.

Einer der Letzten Auftritte mit der MG mit dem fast unveränderten „Green Onions“ ist übrigens hier zu bewundern:

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=WB5VD_Z5Zvg]

I’ll play the (sweetest) Blues for you

Was seit gestern Abend bei mit rauf und runter läuft:

Johnny Rogers feat. Gregor Hilden Band. Die Jungs sind top. Nicht nur in Sachen Blues, sondern auch, wenn es etwas Jazziger wird bleiben sie am Ball. Und wenn eine Jazzband Blues macht oder eine Bluesband Jazz, dann streut das immer ein – genau so wie hier – Instrumental top fit, dazu noch ein spitzen Gesang (Den die Band allerdings nicht zwingend nötig hat).

Sollte Gregor Hilden mit seiner Truppe jemals in eure Nähe kommen: Hin gehen! Seine Aktuellen Gigs findet ihr hier. Leider ist er nicht in absehbarer Zeit in meiner Nähe, aber irgendwann bestimmt.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=HPmD-uEx73M]

Soundcheck: Henrik Freischlader

Henrik Freischlader ist ein eher in Fachkreisen bekannter Deutscher Blueser. Und das völlig zu unrecht!

Er bringt einen unglaublichen Sound und Druck auf die Bühne – und dazu strahlt er noch eine Souveränität und Coolness aus, von der viele andere Sternchen manchmal auch nur träumen können. Aber wie genau versetzt er seine Gitarre eigentlich mit dem Wumms?

Henrik Freischlader - Quelle: Fotocommunity.de.

Henrik Freischlader – Quelle: Fotocommunity.de.

Zu aller erst: Er nutzt wie jeder Stilechte Elektrische Blueser natürlich mehr als eine Gitarre. Bevorzugen tut er hier eine Gibson Les Paul sowie eine Tele und eine ES535. Natürlich greift er auch mal ganz gern zur Strat. Lustigerweise ist seine Hauptstrat keine original Fender sondern kommt aus dem Hause Haar, trägt aber trotzdem einen Fender-Aufkleber. Noch eine Besonderheit: Er besitzt jeweils in der Hauptsache eine in den 60ern Gebaute Strats und Teles. Seine LP ist ‚lediglich‘ Custom Made und auf 1959 getrimmt.

Gehen wir weiter zu den Amps! Natürlich wurde ihm von Realtone ein Signature Head gewidmet, den er auch Live einsetzt. Zusätzlich hat er noch einen Realtone Custom KT66 Head. Als Cabinets nutzt er einmal ein Vox 2×12″ von der Stange und einen Marshall 4×12 mit 30 Watt Greenbacks, Baujahr in den ’70ern.

Dann noch zu dem Spannendsten: Bodentreter. Was hat so ein Deutscher Gitarrenenthusiast eigentlich auf seinem Board? Natürlich: Ibanez Tube Screamer – und zwar gleich zwei: Den TS 808 und den TS 9. Tube Screamer gehören eigentlich auf jedes Board, sowieso bei Bluesern. Dann noch einen Vetterson Custom HF-1. Was genau der macht, kann ich auch nach ausführlicher Recherche nicht sagen. Sein Wah ist eins von Fulltone: Clyde Deluxe. Dazu kommen dann noch die Standards: Supa-Trem und Deja-Vibe sowie Boss DD 5 und TU 2. Viel mehr erwähnenswertes findet sich nicht in seinem Pedalboard.

Mit seinem markanten harten Sound hat er sich inzwischen auch international einen Namen verschafft. „The Blues“ ist ein Paradebeispiel für alle oben beschriebenen Attribute.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=y8GbhMxiAgk]