Christmas Blues: Top 5

Was wäre Weihnachten ohne Weihnachtsmusik?

Für alle, die heute mal keine Lust auf die Weihnachtsklassiker haben, die quasi immer im Radio laufen, gibt es hier eine kleine Auswahl an Weihnachts Blues- und Rock’n’Roll-Klassikern, damit das Weihnachtsfest nicht zu ‚Last Christmas‚-haltig wird.

5. John Lee Hooker: Blues for Christmas

Ein John Lee Hooker-typisches Weihnachtslied macht den Anfang. Entspannt und ‚Cool‘ wie man es von ihm gewohnt ist.

4. B.B. King: Merry Christmas Baby

Einfach B.B. King. Mehr muss man zum King nicht sagen.

3. Billy Idol: Jingle Bell Rock

Fällt vielleicht etwas aus der Reihe, aber ist doch ein sehr schönes Cover des Weihnachtsklassikers von Bobby Helms. Sehr angenehme Gitarrenlicks.

2. Albert King: Santa Claus Wants Some Lovin‘

Ein Klassiker: wie man es von Albert King gewohnt ist souveränes Gitarrenspiel – und fest(feier)licher Gesang. Zusammen mit B.B. King und Freddie King bildet er übrigens die ‚drei Kings des elektrischen Blues‘.

1. Gary Glitter: Another Christmas Rock’n’Roll

Einen Schatz der etwas anderen Sorte habe ich letztens in den Untiefen der Radioarchive wiederentdeckt. Dieses Lied ist bei vielen wenig bekannt oder längst in vergessenheit geraten – aber es macht einfach Spaß!

Frohe Weihnachten mit Another Rock’n’Roll Christmas!


Damn right, I got the Blues.

Buddy Guy macht Spaß. Und ist definitiv einer der ganz Großen. Mit dieser Version des Songs liefert er wie schon so oft eine Hommage an die alten Tage des Mississippi-Delta-Blues – und paart diese gleichzeitig mit den Feinheiten des Kultivierteren Chicagoer Blues. Genius.


In Memoriam: A True Master.

Wer heute 64 geworden wäre: Peter Thorup.

Thorup spielte schon im Alter von 18 in der Dänischen Band Beefeaters. Er traf Alexis Korner auf einer Tour in Skandinavien. Sie gründeten später (1970) die Gruppe Collective Consciousness Society. Die Beständigkeit des übrigen Line-Ups war sehr lose und basierte hauptsächlich auf der Verfügbarkeit der anderen Musiker. Unter anderem spielten Tony Carr (Schlagzeug), Harold Beckett an der Trompete und Herbie Flowers am Bass mit. Ihre Alben wurden von John Cameron Arrangiert. Sie hatten einige Hits, zum Beispiel das Led-Zeppelin Cover „Whole Lotta Love“, das später auch das Titellied zu BBC’s Top Of The Pops wurde.

Peter Thorup

Peter Thorup – Quelle: Wikipedia.

Ihre Musik charakterisierte sich durch Korners ‚grollenden‘ Gesang und den hohen Tönen Thorups. Sie trennten sich 1973 von ihrer übrigen Band um Snape zu gründen, während sie auf Tour mit King Crimson in den USA waren. Die Band hatte nicht sehr lang Bestand. Einige von King Crimsons Musikern tourten darauf hin mit Korner. Thorup erschien auf Korners Studio-Album 1972. Während dieser Zeit besuchte Thorup häufig London’s Nachtclubs für Performances mit Korner und Colin Hodgkinson am Bass.

1976 kehrte Thorup nach Dänemark zurück, um dänischen Musikern zu arbeiten. Hauptsächlich spielte Thorup Rock und Blues. Er hatte nur ein mal einen lokalen Pop-Hit, eine dänische Version von Islands in the Stream von Kenny Rogers und Dolly Parton, zusammen mit Anne Grete in 1984.

Die letzen Jahre lebte ehr ein ruhiges Leben mit kleinen Konzerten in Dänemark und ein paar wenigen Alben. Er starb im Alter von 58 Jahren am 3. August 2007.

Hier ein puristischer Blues: Nur Thorup und seine Gitarre.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=Ihqkr5v9BfQ]

Drive.

Bobby McFerrin ist ein Amerikanischer Vokalist.

Das klingt erst einmal unspektakulär, bis man einmal genauer betrachtet, was er mit seiner Stimme alles kann. Er hat einen Stimmumfang von 4 Oktaven, und kann sehr schnell zwischen den Tonlagen wechseln.

Außerdem beherrscht er den nahezu perfekten Obertongesang. Das bedeutet, dass er aus dem Klangspektrum seiner Stimme einzelne Töne so herausfiltert, dass sie als getrennte Töne wahrgenommen werden – so erzeugt er beim Hörer den Eindruck einer Mehrstimmigkeit.

Bekannt wurde McFerrin 1984 für sein fröhliches „Don’t Worry Be Happy“. Doch er ist nicht nur der fröhlich vor sich hinpfeifende Typ. Er kann mit seiner Stimme ein ganzes Orchester imitieren – und nicht nur das.

Wenn er mal nicht singt, dann lehrt er an Hochschulen, wie man es richtig macht.

Außerdem hat sich der studierte Klavierspieler auch einen beachtlichen Ruf als Dirigent erarbeitet. So dirigierte er sogar  bereits die Wiener Philharmoniker. Mc Ferrin gilt mit seinen Zehn Grammys als einer der bedeutenderen Jazz-Musiker.

Hier nun mit dem Lied „ Drive“ eine eindrucksvolle Demonstration davon, was er nur mit seiner Stimme erreichen kann.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=qbHEHQQsjkQ]

*Anm.: Beitrag wurde ursprünglich von mir als Radiobeitrag verfasst.